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Erkältungszeit im Herbst: Wie Eltern und Kitas gemeinsam für gesunde Kinder sorgen

Kaum werden die Tage kürzer und die Temperaturen sinken, beginnt für viele Familien wieder die typische Erkältungszeit.

Erkältungszeit im Herbst: Wie Eltern und Kitas gemeinsam für gesunde Kinder sorgen

Veröffentlicht am

2 Oktober, 2026

Besonders Eltern von Kita-Kindern kennen das Problem: Ein Kind hat plötzlich eine laufende Nase, hustet ein wenig oder wirkt müder als sonst. Sofort stellt sich die Frage: Kann mein Kind heute in die Kita oder sollte es besser zu Hause bleiben?

Gerade in der Kindertagesbetreuung ist das Thema Erkältungen im Herbst besonders relevant. Viele Kinder verbringen täglich mehrere Stunden gemeinsam in geschlossenen Räumen, spielen miteinander, teilen Spielsachen und kommen dadurch mit zahlreichen Viren in Kontakt. Gleichzeitig befindet sich das Immunsystem von Kleinkindern noch in einer wichtigen Entwicklungsphase.

Die gute Nachricht: Nicht jeder Schnupfen bedeutet automatisch, dass ein Kind zu Hause bleiben muss. Entscheidend sind der Allgemeinzustand des Kindes, mögliche weitere Symptome und die individuellen Regeln der jeweiligen Kita.

Mit guten Hygieneroutinen, regelmässigem Lüften, ausreichend Erholung und einer offenen Kommunikation zwischen Eltern und Kita lässt sich die Erkältungssaison deutlich entspannter bewältigen.

Warum sind Erkältungen in der Kita im Herbst so häufig?

Kinder in den ersten Lebensjahren machen vergleichsweise häufig Infekte durch. Das liegt unter anderem daran, dass ihr Immunsystem noch viele verschiedene Erreger kennenlernt.

In einer Kita treffen zudem viele Kinder auf engem Raum aufeinander. Viren können über Hände, Tröpfchen oder gemeinsam benutzte Gegenstände weitergegeben werden. Besonders im Herbst und Winter verbringen Kinder mehr Zeit in Innenräumen, wodurch Infektionen leichter übertragen werden können.

Für Eltern bedeutet das häufige Erkältungen, kurzfristige Betreuungsprobleme und zusätzliche organisatorische Herausforderungen. Ein Kind, das morgens noch fit wirkt und am Nachmittag Fieber bekommt, kann den gesamten Familienalltag innerhalb weniger Stunden verändern.

Deshalb ist es hilfreich, bereits vor Beginn der Erkältungssaison zu wissen, welche Regeln in der eigenen Kita gelten und welche Möglichkeiten es gibt, wenn das Kind kurzfristig zu Hause bleiben muss.

Wann darf ein erkältetes Kind in die Kita?

Ein leichter Schnupfen bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind zu Hause bleiben muss. Entscheidend ist vor allem, wie sich das Kind insgesamt fühlt.

Ein Kind, das trotz laufender Nase aufmerksam ist, normal trinkt, spielt und am Alltag teilnehmen kann, kann je nach Kita-Regelung weiterhin betreut werden.

Anders sieht es bei deutlichem Unwohlsein aus. Bei Fieber, Erbrechen, Durchfall oder einem deutlich reduzierten Allgemeinzustand sollte das Kind in der Regel zu Hause bleiben und sich erholen.

Wichtig ist dabei: Jede Kita kann eigene Ausschluss- und Wiederzulassungsregeln haben. Eltern sollten deshalb frühzeitig nachfragen, welche Vorgaben für die jeweilige Einrichtung gelten.

Auch die Empfehlungen von Gesundheitsbehörden und Fachorganisationen können bei der Einschätzung helfen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellt Informationen zu Infektionskrankheiten und Prävention bereit. Für medizinische Fragen rund um die Gesundheit des eigenen Kindes ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt die richtige Ansprechperson.

Nicht nur auf die laufende Nase schauen

Eine laufende Nase allein sagt wenig darüber aus, ob ein Kind fit genug für den Kita-Alltag ist. Eltern können sich unter anderem fragen:

  • Hat mein Kind Fieber?

  • Wirkt es ungewöhnlich müde oder abgeschlagen?

  • Trinkt und isst es ausreichend?

  • Kann es normal spielen und am Tagesablauf teilnehmen?

  • Benötigt es mehr Ruhe oder individuelle Betreuung?

  • Treten zusätzlich Husten, Erbrechen, Durchfall oder andere Symptome auf?

Eine solche Einschätzung ersetzt keine medizinische Beratung, kann Eltern aber dabei helfen, die Situation im Alltag besser einzuordnen.

Hygiene in der Kita: Kleine Routinen mit grosser Wirkung

Eine der wichtigsten Massnahmen gegen die Verbreitung von Erkältungsviren ist konsequente Handhygiene.

Kinder sollten spielerisch lernen, ihre Hände regelmässig zu waschen – beispielsweise:

  • vor dem Essen,

  • nach dem Toilettengang,

  • nach dem Naseputzen,

  • nach dem Spielen im Freien,

  • nach Kontakt mit sichtbar verschmutzten Gegenständen.

Auch Erwachsene in der Kita spielen dabei eine wichtige Rolle. Gerade beim Naseputzen, Wickeln, Essen und bei pflegerischen Tätigkeiten ist sorgfältige Handhygiene besonders wichtig.

Dabei sollte Hygiene nicht als Verbotskatalog vermittelt werden. Für Kinder funktioniert sie am besten als feste Alltagroutine.

Ein gemeinsames Händewaschen kann beispielsweise genauso selbstverständlich werden wie das Anziehen der Schuhe vor dem Spaziergang.

Regelmässiges Lüften im Kita-Alltag

Neben der Handhygiene spielt auch die Raumluft eine wichtige Rolle.

Wenn viele Menschen längere Zeit in einem geschlossenen Raum sind, sollte regelmässig gelüftet werden. Kitas können dafür feste Lüftungszeiten einplanen – beispielsweise nach Aktivitäten in Innenräumen, während der Pausen oder vor dem Mittagsschlaf.

Auch zu Hause lässt sich diese Routine einfach übernehmen.

Besonders sinnvoll ist regelmässiges Stosslüften, anstatt Fenster den ganzen Tag nur leicht geöffnet zu lassen. Dabei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass Kinder nicht auskühlen.

Frische Luft und Bewegung trotz Erkältungssaison

Herbst und Winter sind kein Grund, den ganzen Tag drinnen zu verbringen.

Für gesunde Kinder gehören Bewegung und Zeit im Freien weiterhin zum Alltag. Spaziergänge, Waldtage, Spielplatzbesuche oder einfach gemeinsames Spielen draussen bieten Kindern Bewegung und Abwechslung.

Natürlich sollte die Kleidung an die Wetterbedingungen angepasst werden. Mehrere Schichten, wetterfeste Schuhe und eine geeignete Jacke helfen dabei, dass Kinder auch bei kühleren Temperaturen gerne draussen spielen.

Auf Kinderkrippe.ch finden Eltern zahlreiche Informationen rund um den Kita-Alltag und können passende Betreuungseinrichtungen in ihrer Region entdecken.

Gerade Kitas mit einem regelmässigen Bezug zur Natur und zu Aktivitäten im Freien können Kindern auch im Herbst abwechslungsreiche Erfahrungen ermöglichen.

Schlaf und Erholung: Das Immunsystem braucht Pausen

Neben Hygiene und Bewegung darf ein weiterer Faktor nicht unterschätzt werden: ausreichend Schlaf.

Kleine Kinder brauchen je nach Alter unterschiedlich viel Schlaf. Feste Tagesstrukturen und verlässliche Ruhezeiten können dabei helfen, dass Kinder ausreichend Erholung bekommen.

Auch in der Kita sollte ein ruhiger Rückzugsort vorhanden sein. Nicht jedes Kind braucht zur gleichen Zeit Schlaf, aber gerade während einer Erkältung kann der Bedarf nach Ruhe deutlich steigen.

Eltern können ebenfalls darauf achten, dass der Abend nach einem langen Kita-Tag möglichst ruhig gestaltet wird.

Ein regelmässiger Tagesrhythmus mit ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung, Bewegung und Erholung unterstützt das allgemeine Wohlbefinden des Kindes.

Was Eltern für die Erkältungssaison vorbereiten können

Die Erkältungssaison wird für Familien besonders stressig, wenn eine Krankheit völlig unerwartet kommt.

Ein kleiner Plan für solche Situationen kann deshalb viel Druck herausnehmen.

1. Eine Backup-Betreuung organisieren

Überlegen Sie bereits vor der Erkältungssaison:

Wer kann kurzfristig einspringen, wenn das Kind nicht in die Kita gehen kann?

Das können beispielsweise Grosseltern, andere Familienmitglieder, Freunde oder – je nach beruflicher Situation – ein Elternteil im Homeoffice sein.

Natürlich lässt sich nicht jede Betreuungssituation planen. Ein möglicher Plan B gibt Eltern jedoch mehr Sicherheit.

2. Kita-Regeln frühzeitig kennen

Fragen Sie Ihre Kita:

  • Ab welcher Temperatur muss ein Kind zu Hause bleiben?

  • Wann darf es nach Fieber wieder in die Kita?

  • Wie wird mit Husten oder Schnupfen umgegangen?

  • Wann werden Eltern kontaktiert?

  • Welche Regelungen gelten bei Erbrechen oder Durchfall?

Je klarer diese Punkte sind, desto weniger Unsicherheit entsteht im Krankheitsfall.

3. Wichtige Dinge zu Hause bereithalten

Eine gut ausgestattete Hausapotheke, Taschentücher, genügend Getränke und eine ruhige Schlafumgebung können den Alltag mit einem erkälteten Kind erleichtern.

Bei Medikamenten oder anderen medizinischen Fragen sollten Eltern immer die Empfehlungen ihrer Kinderärztin oder ihres Kinderarztes beachten.

Warum Kinder in den ersten Kita-Jahren häufiger krank sein können

Für viele Eltern ist es überraschend, wie häufig kleine Kinder in den ersten Kita-Jahren erkältet sind.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Kind ein „schwaches Immunsystem“ hat.

Kinder kommen im Laufe ihrer Entwicklung mit zahlreichen unterschiedlichen Erregern in Kontakt. Das Immunsystem setzt sich damit auseinander und entwickelt seine Abwehr weiter.

Deshalb können mehrere Infekte pro Jahr im Kleinkindalter vorkommen. Mit zunehmendem Alter und wachsender Erfahrung des Immunsystems nimmt die Häufigkeit vieler Infekte häufig wieder ab.

Wichtig ist jedoch immer die individuelle Situation des Kindes. Bei ungewöhnlich häufigen, schweren oder langanhaltenden Erkrankungen sollten Eltern medizinischen Rat einholen.

Die emotionale Seite: Ein krankes Kind braucht Sicherheit

Bei einer Erkältung geht es nicht nur um körperliche Symptome.

Ein krankes oder angeschlagenes Kind braucht häufig mehr Nähe, Ruhe und Aufmerksamkeit. Gerade kleinere Kinder können besonders anhänglich sein oder schneller weinen.

Das gilt auch für Kinder, die erst seit kurzer Zeit eine Kita besuchen. Eine Erkältung oder andere Erkrankung kann dazu führen, dass ein Kind nach einer Trennung vorübergehend wieder stärker die Nähe der Eltern sucht.

Das ist nicht ungewöhnlich.

Mehr Geduld, vertraute Rituale und eine ruhige Kommunikation können dem Kind in dieser Phase Sicherheit geben.

Mehr Informationen zur Bedeutung einer sicheren Eingewöhnung und zur Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita finden Sie auch in unserem Beitrag zur Eingewöhnung im neuen Kita-Jahr.

Was eine gute Kita während der Erkältungssaison auszeichnet

Die Qualität einer Kita zeigt sich nicht nur bei pädagogischen Angeboten oder schönen Räumlichkeiten. Auch der Umgang mit alltäglichen Situationen wie Krankheiten gehört zu einer professionellen Betreuung.

Eine gut organisierte Kita sollte unter anderem:

  • klare Hygieneroutinen haben,

  • regelmässig lüften,

  • Mitarbeitende entsprechend schulen,

  • Eltern transparent informieren,

  • Krankheitsfälle professionell handhaben,

  • auf die Bedürfnisse einzelner Kinder eingehen,

  • klare Regeln für Krankheit und Rückkehr kommunizieren.

Besonders wichtig ist dabei die Kommunikation.

Eltern sollten wissen, was passiert, wenn ihr Kind während des Tages krank wird. Gleichzeitig müssen auch die Mitarbeitenden wissen, welche Schritte in solchen Situationen vorgesehen sind.

Eine klare Kommunikation reduziert Missverständnisse und schafft Vertrauen.

Eltern und Kita als Partner

Gesundheit in der Kita ist keine Aufgabe, die Eltern oder Betreuungspersonal alleine lösen können.

Eltern können darauf achten, dass ihr Kind bei deutlichem Unwohlsein zu Hause bleibt und die Kita über relevante Symptome informiert wird.

Die Kita wiederum kann mit klaren Hygienemassnahmen, guter Raumlüftung, geschultem Personal und transparenter Kommunikation dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Es geht dabei nicht darum, jede Erkältung vollständig zu verhindern. Das ist im Alltag mit kleinen Kindern kaum möglich.

Das Ziel ist vielmehr, unnötige Ansteckungen zu vermeiden und gleichzeitig einen normalen, kindgerechten Alltag zu ermöglichen.

So finden Eltern eine passende Kita

Wer eine Kita für sein Kind sucht, sollte deshalb nicht nur auf Öffnungszeiten, Lage und Preise achten.

Auch Fragen zur Hygiene, zu Krankheitsregelungen, zu Ruhezeiten, zur Betreuung im Krankheitsfall und zur Kommunikation mit Eltern können bei der Wahl einer Kita eine wichtige Rolle spielen.

Auf Kinderkrippe.ch können Eltern Kindertagesstätten in der Schweiz entdecken und verschiedene Angebote miteinander vergleichen.

Je nach Region können Familien gezielt nach passenden Kitas suchen, beispielsweise nach Kindertagesstätten in St. Gallen oder anderen Kantonen und Regionen.

Ein persönlicher Besuch vor der Anmeldung lohnt sich ebenfalls. Dabei können Eltern beobachten, wie das Team mit den Kindern umgeht, Fragen zum Alltag stellen und herausfinden, ob die Atmosphäre zur eigenen Familie passt.

Häufige Fragen zur Erkältung in der Kita

Darf mein Kind mit Schnupfen in die Kita?

Ein leichter Schnupfen bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind zu Hause bleiben muss. Entscheidend sind der Allgemeinzustand des Kindes und die individuellen Regeln der Kita. Bei Fieber oder deutlichem Unwohlsein sollte das Kind in der Regel zu Hause bleiben.

Wie kann ich mein Kind vor Erkältungen in der Kita schützen?

Eine vollständige Vermeidung von Infekten ist nicht möglich. Regelmässiges Händewaschen, Lüften, ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung gehören jedoch zu sinnvollen Massnahmen im Alltag.

Warum sind Kita-Kinder so oft erkältet?

Kleine Kinder kommen in der Kita mit vielen anderen Kindern und damit auch mit verschiedenen Krankheitserregern in Kontakt. Gleichzeitig entwickelt sich ihr Immunsystem noch. Häufige leichte Infekte können deshalb Teil der normalen Entwicklung sein.

Wann sollte ein krankes Kind wieder in die Kita?

Das hängt von der Erkrankung, dem Allgemeinzustand des Kindes und den Regeln der jeweiligen Kita ab. Eltern sollten sich deshalb an die Vorgaben ihrer Einrichtung und bei medizinischen Fragen an die Kinderärztin oder den Kinderarzt halten.

Was kann die Kita gegen Erkältungen unternehmen?

Regelmässiges Händewaschen, gute Lüftung, Reinigung häufig genutzter Flächen, klare Krankheitsregeln und eine transparente Kommunikation mit Eltern sind wichtige Bestandteile eines guten Hygienekonzepts.

Fazit: Gemeinsam entspannter durch die Erkältungssaison

Die Erkältungssaison gehört zum Alltag vieler Familien mit kleinen Kindern. Besonders in der Kita lassen sich Infekte nicht vollständig vermeiden – und das muss auch nicht das Ziel sein.

Wichtiger sind gute Hygieneroutinen, regelmässiges Lüften, ausreichend Schlaf, Bewegung, klare Krankheitsregeln und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita.

Für Eltern bedeutet das: Nicht jeder Schnupfen ist ein Grund zur Sorge. Gleichzeitig sollte ein krankes Kind die Möglichkeit bekommen, sich zu Hause auszukurieren, wenn es sich nicht wohlfühlt.

Für Kitas bedeutet es: Transparente Regeln, gut geschulte Mitarbeitende und eine offene Kommunikation schaffen Sicherheit für Kinder und Familien.

So können Eltern und Kindertagesstätten gemeinsam dafür sorgen, dass auch die Herbst- und Wintermonate möglichst gesund, entspannt und kindgerecht bleiben.

Sie suchen noch eine passende Kita für Ihr Kind? Entdecken Sie auf Kinderkrippe.ch Kindertagesstätten in Ihrer Region und informieren Sie sich über verschiedene Betreuungsangebote in der Schweiz.

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